Der Hund ist neben der Katze das beliebteste Haustier und begleitet den Menschen seit vielen Tausend Jahren. Als Beschützer, Wächter oder Arbeitshelfer hat er sich in der menschlichen Gesellschaft seinen Platz erobert. Die besonderen Eigenschaften des Hundes haben das Zusammenleben mit dem Menschen zu einerErfolgsgeschichte gemacht.
Die Wandlung vom Wildtier zum Haustier begann, als der Mensch sesshaft wurde und im Umfeld der ersten Siedlungen eine neue ökologische Nische entstand. Diese Nische wurde von Wölfen besetzt, die mehr Zutrauen zeigten als ihre Artgenossen.
Die ersten Hunde waren Kulturfolger und profitierten von der Nähe zum Menschen.
Der Mensch erkannte bald einen Nutzen in dem zahmen Wolf. Um die Eigenschaften der frühen Hunde besser nutzen zu können, hat der Mensch die Hunde gezielt für bestimmte Aufgaben selektiert und so den Grundstein für die verschiedenen Rassen gelegt.
Früher waren Hunde überwiegend Gebrauchshunde. Sie dienten als Jagdhelfer oder Hüter und Wächter von Vieh und Hof. Heutzutage erfüllen Hunde häufig die Funktion eines Sozialpartners und sind Familienmitglied. DamitHund und Mensch entspannt zusammenleben können, gilt es bei der Anschaffung eines Hundes als Haustier auf die jeweiligen Bedürfnisse zu achten. Neben den Grundbedürfnissen eines jeden Hundes (Bewegung,Sozialkontakte, Sicherheit und Versorgung), kommen rassespezifische Eigenschaften und Temperamente hinzu, denen Rechnung getragen werden muss. Ist der Mensch zum Beispiel sportlich, sollte ein ebenso sportlicherHund als Begleiter gewählt werden und umgekehrt.
Einen Welpen auszubilden ist eine schöne Aufgabe. Aber auch ein bereits erwachsener oder sogar alter Hundvermittelt viel Freude. Hundeanfänger sollten sich vor der Anschaffung eines Hundes genau informieren über das Lernverhalten und die Ausbildung. Hilfe bieten gute Hundeschulen sowie eine große Auswahl an Fachliteratur.
Hunde können teilweise über fünfzehn Jahre alt werden. Um gesund zu bleiben, empfehlen sich regelmäßige Besuche beim Tierarzt. Der Tierarzt wird den Hund impfen, um ihn gegen Infektionskrankheiten zu schützen. Wenn der Hund mit auf Reisen gehen soll, sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, zu denen auch Impfungen gehören.
Als soziales Haustier braucht der Hund regelmäßigen Kontakt zu Menschen und Artgenossen. Sie verständigen sich über Laute, Körpersprache und Mimik. Die Kombination der verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten gestattet dem Hund, seine Gefühle deutlich mitzuteilen.
Hunde spielen bis ins hohe Alter. Das Spiel mit Artgenossen und Menschen dient der Bildung sozialer Strukturen, der Konfliktbewältigung und Stressabbau, der Belohnung oder einfach nur der Beschäftigung.
In seiner langen Zeit als Haustier hat der Hund gelernt, den Menschen genau zu beobachten und entsprechend zu reagieren, sodass manchmal der Eindruck entsteht, er könne Gedanken lesen. Er kann Regungen erkennen, die dem Menschen selber oft kaum bewusst sind. Diese besonderen Eigenschaften sowie seine herausragendenSinnesleistungen im Bereich der Nase machen den Hund in vielen menschlichen Bereichen zum unverzichtbaren Helfer.
Die Haltung von Hunden unterliegt zum Teil gesetzlichen Regelungen wie Hundeverordnungen und Steuer. In einer Mietwohnung muss die Erlaubnis zur Haltung vorliegen. Vor eventuellen Haftpflichtschäden schützt eine Versicherung, denn passieren kann auch bei größter Vorsicht immer etwas. Bedacht werden sollten bei derHundehaltung, was in Notsituationen passiert und wer sich dann um das Tier kümmert.
Ein Haustier ist eine Bereicherung im Leben des Menschen. Der Hund als Begleiter und Helfer hat sich diesen Platz schon lange gesichert.